Von brüllenden Löwen und korinthischen Kapitellen – wie die Skizzen eines Zeichners den Hauptbahnhof prägten

Der 1871 fertiggestellte Zürcher Hauptbahnhof markiert einen Wendepunkt in der Entwicklung des Verkehrswesens in der Schweiz. Unter der Leitung des Architekten Jakob Friedrich Wanner entstand ein Bauwerk, das technische Innovationen mit repräsentativer Architektur vereinte und die städtebauliche Entwicklung Zürichs prägte. Zusammen mit seinen qualitätvollen Erweiterungen aus dem 20. Jahrhundert ist der Hauptbahnhof ein hochkarätiges Baudenkmal. Deshalb werden auch die aktuellen Umbauten von der Kantonalen Denkmalpflege begleitet. Jüngst ist das Skizzenbuch eines Zeichners aufgetaucht, der vor 160 Jahren für Wanner den Bauschmuck entwarf.

Wo einst Bahnarbeiter speisten und badeten

Zwischen Werkhallen, Backsteinfassaden und vergessenen Wohlfahrtsräumen erzählt das ehemalige Speisehaus der SBB-Hauptwerkstätten in Zürich-Altstetten von über hundert Jahren Arbeits-, Sozial- und Baugeschichte. Eine sorgfältige Sanierung macht diese Schichten nun wieder sichtbar.

«Man erkennt die Besonderheit dieses Hauses erst auf den zweiten Blick»

Das 1929 von der Architektin Lux Guyer erbaute Landhaus «Obere Schiedhalde» in Küsnacht war in die Jahre gekommen. Es stand lange leer und befand sich in einem vernachlässigten Zustand. Für Delia Christ und ihren Mann war es beim ersten Besuch trotzdem Liebe auf den ersten Blick. In Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege haben sie das Haus von 2012 bis 2014 umfassend saniert. Heute schätzen sie den einzigartigen Charakter und den hohen Wohnwert, den dieses historische Objekt ihrer fünfköpfigen Familie bietet. Wir haben mit der Bauherrin und Bewohnerin Delia Christ gesprochen.

Kyburg: Kleine Spuren zeugen von grossen Ereignissen

Vor 600 Jahren erwarb die Stadt Zürich die Kyburg und die zugehörige Grafschaft von den Habsburgern. Noch heute stecken die Mauern der Burg voller Geschichten aus ihrer bewegten Vergangenheit. Im jahrhundertealten Herrschaftssitz erzählen kleine Spuren von grossen Ereignissen. Lesen Sie hier, was die barocke Ausmalung eines Kyburger Turmzimmers mit einem Goldschatz und den Bauernkriegen zu tun hat.

Ein umtriebiger Mensch: Peter Steiger (1928–2023)

Ende Juli 2023 starb der Architekt Peter Steiger im Alter von 94 Jahren. Seither spielt er mit seiner Violine im Himmel Quartett – so zumindest stellte es sich der leidenschaftliche Musiker zu Lebzeiten vor. Sein gestalterisches Schaffen umfasste mehr als Architektur, und vielleicht diente gerade das Geigenspiel als stimulierender Ausgleich zu seinen kopflastigen Forschungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Planung und rationalisiertem Bauen. Steigers Arbeiten weisen ein breites Spektrum auf und sind auch im Kanton Zürich präsent.